Gemeinsames Gedenken in Colmar – Schüler*innen setzen Zeichen für den Frieden
Ein besonderes Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft setzten die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse zusammen der Julius-Leber-Schule aus Breisach bei einem Ausflug ins elsässische Colmar Anfang November.
In der Grenzregion am Oberrhein, wo die Nähe zwischen Deutschland und Frankreich im Alltag spürbar ist, nahmen sie auf Einladung eines französischen Veteranenvereins gemeinsam mit ihren Lehrkräften Laura Polawski und Sonja Riedel sowie sieben französischen Schulklassen an einer Gedenkveranstaltung zum Ende des Ersten Weltkriegs teil.
Jede Klasse wurde von einem Kriegsveteranen begleitet, der eine Flagge der umliegenden Gemeinden trug. In feierlicher Atmosphäre erinnerten die Kinder mit kurzen Beiträgen an die Geschichte des Ersten Weltkriegs und die Bedeutung des Friedens in Europa. Die Breisacher Schülerinnen und Schüler trugen dabei ihren Text auf Französisch vor und bedankten sich herzlich für die Einladung. Sie betonten, wie glücklich sie seien, gemeinsam mit den französischen Kindern – nur wenige Kilometer von ihrer Heimat entfernt – ein Zeichen für Frieden und Freundschaft zu setzen. Die Stadt Breisach hatte einen Kranz gespendet, den die Kinder beschriften und niederlegen durften.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie eng die Menschen in der Grenzregion miteinander verbunden sind. Sie machte deutlich, dass die deutsch-französische Freundschaft, die einst aus der Versöhnung nach schweren Kriegsjahren entstanden ist, heute eine lebendige Brücke zwischen den Nachbarn am Oberrhein bildet und ein starkes Symbol für ein friedliches Europa bleibt.
